Promotionsstelle im Graduiertenkolleg Hearaz

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Oldenburg, Deutschland · Department für Versorgungsforschung (Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften)

PromotionVollzeitOldenburg
Veröffentlicht
3. November 2026 (vor 2 Tagen)
Bewerbungsfrist
23. November 2026
Bereich
Department für Versorgungsforschung (Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften)
Kategorie
Promotion
Beschäftigungsart
Vollzeit
Sprache
Keine Angabe

Kurzbeschreibung

Über uns: Die Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften umfasst die Bereiche Humanmedizin, Medizinische Physik und Akustik, Neurowissenschaften, Psychologie sowie die Versorgungsforschung. Zusammen mit den vier regionalen Krankenhäusern bildet die Fakultät VI die Universitätsmedizin Oldenburg. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin der Universität Groningen. Die Vision des Graduiertenkollegs HEARAZ (www.hearaz.de) ist die umfassende inter- und transdisziplinäre Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern für die effiziente Entwicklung einer neuen Generation ohrnaher vernetzter technischer Assistenzsysteme (Hearables) und ihre Einbettung in die Lebens- und Versorgungspraxis. Diese Vision wird konzeptionell und technologisch durch die Vernetzung von Hörgeräten mit Sensoren und externen Geräten verwirklicht. Hearables werden damit zu einer mobilen und personalisierten „Gesundheits-Zentrale am Ohr“ weiterentwickelt. Über die Hörverbesserung hinaus sollen eine bessere Perzeption, Kommunikation und Mobilität der Trägerinnen und Träger durch technische und soziale Vernetzung mit formellen bzw. informellen Sorgenetzwerken realisiert werden. Ziel ist die Verbesserung der Teilhabechancen trotz gesundheitlicher Einschränkungen, erhöhter Vulnerabilität und zunehmender Diversität der vielfach älteren Trägerinnen und Träger. Das Promotionsprojekt „Value-sensitive Design of Hearables“ untersucht ethische Fragen des Einsatzes von Hearables, insbesondere hinsichtlich Privatheit, Sorge und Gerechtigkeit. Aufbauend auf bisherigen Arbeiten zur partizipativen Technologieentwicklung im Graduiertenkolleg verbindet es ethische Analyse, qualitative Sozialforschung und gemeinsame Technikgestaltung, um moralische Werte und Anliegen in die Entwicklung von Hearables einzubeziehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den vielfältigen Sorgebeziehungen in der ambulanten Versorgung. Alle Promovierenden werden von einem interdisziplinären Team aus mindestens zwei hochqualifizierten Professorinnen und Professoren betreut, die ihre komplementäre Expertise, Infrastruktur und Netzwerke einbringen. Die Promovierenden werden ermutigt, ihre Fähigkeiten und Netzwerke durch längere Forschungsaufenthalte bei HEARAZ-Partnern und international renommierten Institutionen zu erweitern. Ihre Aufgaben: • Entwicklung eines eigenen Promotionsthemas zur werteorientierten Gestaltung von Hearables im thematischen Rahmen des „Gesundheitszentrums am Ohr“ • Systematische Aufarbeitung ethischer Argumente zum Einsatz von Hearables und Entwicklung eines theoretischen Rahmens für deren werteorientierte Gestaltung • Planung, Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews und ethnografischer Beobachtungen unter Einbeziehung potenzieller Nutzerinnen und Nutzer, sorgender Angehöriger und professionell Pflegender • Zusammenführung ethischer, empirischer und technischer Perspektiven durch werteorientierte Co-Design- und Prototyping-Verfahren in Zusammenarbeit mit der Technikentwicklung • Aktive Teilnahme am inter- und transdisziplinären Ausbildungsprogramm Ihr Profil: Einstellungsvoraussetzungen: • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom (Uni)/Master) in Philosophie, Ethik, Versorgungsforschung, Public Health oder einem verwandten Fachgebiet • Durch dokumentierte Studienleistungen nachgewiesene Kenntnisse und Interessen in mindestens zwei der folgenden Forschungsbereiche: • Ethik in Medizin, Gesundheitsversorgung und Technikentwicklung • Ethische Fragen von Privatheit, Sorge und Gerechtigkeit • Technische Assistenzsysteme und ihre Einbettung in Lebens- und Versorgungskontexte • Durch dokumentierte Studienleistungen nachgewiesene Methodenkenntnisse in folgenden Bereichen: • Ethische Analysen • Qualitative Sozialforschung, insbesondere Interviews und qualitative Auswertungsverfahren • sehr gute Kenntnisse der englischen und deutschen Sprache Von Vorteil sind: • Erfahrungen im wissenschaftlichen Schreiben und in der Durchführung wissenschaftlicher Studien • Kenntnisse in systematischen Literaturrecherchen oder ethnografischen Forschungsmethoden • Kenntnisse in partizipativer Technikentwicklung, Value-sensitive Design oder Co-Design Wir bieten: • Bezahlung nach Tarifrecht (Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen) inkl. 30 Tage Jahresurlaub • Unterstützung und Begleitung in der Phase Ihrer Einarbeitung • Ein familienfreundliches Umfeld mit flexibler Arbeitszeit (Gleitzeit) und der Möglichkeit zu anteiliger mobiler Arbeit • Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung • Ein umfangreiches kostenloses Weiterbildungsprogramm Weitere Informationen und Benefits zum Arbeiten an der Universitätsmedizin Oldenburg finden Sie unter https://uol.de/umo-benefits. Unser Anspruch: Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Gemäß § 21 Abs. 3 NHG sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Weitere Informationen: Die Stelle ist in der Abteilung Ethik in der Medizin angesiedelt (Leitung: Prof. Dr. Mark Schweda). Die Einstellung erfolgt zur eigenen wissenschaftlichen Qualifikation (Promotion).

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